Goytom Maru setzt seine Erfolgsserie im Jahr 2019 fort

Wie gut die vor einigen Jahren getroffene Entscheidung war, den traditionellen Staffelsteiner Altstadtlauf in die Abendstunden zu verlegen, wurde bei der fünften Auflage des Adam-Riese-Nachtlaufes am Freitag offenkundig.

Goytom Maru (Mitte) musste sich mächtig anstrengen, um im Hauptlauf gegen den bärenstarken Verfolger Felix Mayerhöfer (rechts) die Oberhand zu behalten. Der Staffelsteiner Leichtathlet Christian Gründel belegte nach guter Leistung den dritten Platz. Foto: Mario Deller

Als die beliebte Laufsportveranstaltung mit knapp 400 Teilnehmern begann, zeigte das Thermometer immer noch 30 Grad an. Doch das war kein Vergleich mehr zu den Sahara-Bedingungen, die noch am Nachmittag geherrscht hatten.

Gerade an die Teilnehmer des Hobbylaufes über 4700 Meter oder des 9200 Meter langen Hauptlauf erging seitens des Veranstaltungsteams um Organisator Karl-Heinz Drossel der Appell, in seinen Körper hineinzuhorchen und im Zweifelsfall lieber eine Gehpause einzulegen oder den Lauf abzubrechen.

Im Hauptlauf galt es, den Rundkurs durch die Straßen der Altstadt sechsmal zu absolvieren. Rund 200 Teilnehmer schickte Bürgermeister Jürgen Kohmann als Schirmherr los. Nicht aufzuhalten ist derzeit der aus Eritrea stammende und für Moll-Batterien startende 27-jährige Goytom Maru. Nachdem er heuer schon den Obermain-Marathon sowie den Flechtkulturlauf in Lichtenfels gewonnen hatte, setzte er sich auch beim Adam-Riese-Nachtlauf durch.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Maru lieferte sich bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorjahressieger Felix Mayerhöfer (Moll-Batterien). Am Ende war der gebürtige Nordostafrikaner in 31:32 Minuten fünf Sekunden schneller als Mayerhöfer.

In den ersten Runde hatte sich ein Quartett abgesetzt, dem neben Maru und Mayerhöfer auch Christian Gründel vom TSV Staffelstein sowie Manuel Schauer (ohne Verein) angehörten. In 32:52 Minuten wurde Gründel nach Rang 5 im Vorjahr diesmal Dritter.

Weit weniger spannend war das Frauenrennen. Bei ihrem Sieg in 34:04 Minuten hatte Sandra Haderleiln vom SC Kemmern fast drei Minuten Vorsprung auf Sophia Franz vom TSV Staffelstein.

Mayerhöfers „Warm-up“

80 Männer und Frauen gingen im 4700 Meter langen Hobbylauf über drei Runden an den Start. Schon fast traditionell als „Warm-up“ für seine anschließende Teilnahme am Hauptlauf nutzte diesen Felix Mayerhöfer. Der Oberpfälzer gewann den Hobbylauf überlegen in 15:34 Minuten zum vierten Mal in Folge. Es ist inzwischen keine Überraschung mehr, dass Noah Möller (Jahrgang 2008) auch bei den „Großen“ mitmischt. Der Staffelsteiner lief in 17:50 Minuten wie schon im Vorjahr auf Rang 3 knapp hinter Sascha Marr (Moll-Batterien).

Ebenfalls tolle Leistungen zeigten die Frauen beim Hobbylauf. Hier hatte Kathrin Byzok vom Coburger Run-and-Bike-Team in 19:11 Minuten die Nase vor Anna Pfeiffer vom TSV Staffelstein (19:41). Die Ebensfelderin Anika Drossel (Ebensfeld) wurde zeitgleich mit zwei weiteren Läuferinnen Zehnte.

Apropos zeitgleich: Im Schülerlauf I der Mädchen über 780 Meter gab es mit Lisa Barth und Svea Kasper zwei Siegerinnen. Noah Möller gewann den Schülerlauf in 2:19 Minuten, ehe er sich auf den Hobbylauf machte. Noch vor den beiden Schülerläufen machten die Bambini über 500 Meter den Anfang. 26 Dreikäsehochs strahlten bei der Übergabe der Medaillen.

Starke Leistungen der Oldies

Mit 77 Lenzen absolvierte Berthold Wolf den Hauptlauf, der Athlet der TS Lichtenfels unterbot dabei die Ein-Stunden-Marke noch deutlich. Genauso viele Schulterklopfer bekam die nur zwei Jahre jüngere Sybille Vogler vom SC Kemmern, die nach tollen 52:40 Minuten im Ziel war und dabei etliche hinter sich ließ, die ihre Kinder oder gar Enkel sein könnten.

Bei der Siegerehrung, die wegen der BR-Radltour in einem vom Bayerischen Rundfunk aufgestellten Festzelt an der Peter-J.-Moll-Halle stattfand, dankte Karl-Heinz Drossel den Sponsoren und den Helfern.

Artikel von: Mario Deller

Veröffentlicht von: Fränkischer Tag

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