Trainingslager Mallorca 2018

Dieses Jahr ging es wieder Mitte April für 10 Tage nach Mallorca nach Playa de Muro, ins Trainingslager. Dabei stand in erster Linie im Vordergrund, Grundlage fürs Radfahren zu sammeln, wobei die Geselligkeit und Gemütlichkeit in der Gruppe nicht zu Kurz kommen sollte. Am Freitag holten wir direkt nach dem Frühstück die Leihräder bei Huerzeler ab. Nachdem die Räder mit Satteltasche und Radcomputer bestückt waren, wollte man los Richtung Petra zum Willkommenskaffee. Leider zog sich der Himmel immer mehr mit Wolken zu, sodass wir bis Mittag warten mussten, da es zu regnen begann. Gegen Mittag konnten wir dann mit einer dicken Wolkendecke über uns Richtung Petra aufbrechen. Das Wetter in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt weitaus besser als auf Mallorca. Nach einer kleinen Stärkung in Petra ging es auf direktem Weg wieder nach Playa de Muro ins Hotel, da wir das Risiko nicht eingehen wollten, am ersten Tag nass zu werden. Am Hotel trocken angekommen, verstauten alle ihre Räder in den Radzelten und machten sich für den Abend und das Abendessen fertig. Nach dem Essen wurden die Wetterberichte für den folgenden Tag studiert, der meist nur Regen und starken Wind voraussagte.

 

 

Mit der Hoffnung, dass der Wetterbericht diesmal falsch liegt, ging es am zweiten Tag zum Frühstück. Leider war das Wetter wie angekündigt, sodass wir uns eine Alternative suchen mussten.Ein Teil der Gruppe hat sich trotz starkem Wind und vereinzelten Regenschauern Nachmittags auf den Sattel geschwungen. Die restliche Gruppe ging zum Bummeln an der Hauptstraße mit vielen kleinen Radläden.Am Wochenende fand auch das „Road-Bike-Festival“ am Marktplatz von Playa de Muro statt, wo man die aktuellsten Räder zum Probefahren ausleihen konnte. Neben den Ständen fand auch eine große Verlosung statt, bei der wir auch ein paar Preise gewinnen konnten.Außerdem wurde für alle Besucher bestens gesorgt, neben dem Krombacher Alkoholfrei, konnte man sich an den Ständen mit dem spanischen Bier „San Miguel“, Gin-Tonic und kleinen Häppchen eindecken.Nach ein paar Einkäufen ging es wieder zurück zum Hotel und wir machten uns noch einen schönen Nachmittag im Wellnessbereich vom Hotel. Abends wurden die Kohlenhydratspeicher am Buffet aufgefüllt und das ein oder andere Gläschen Wein getrunken.

 

Der Schön-Wetter-Einstieg ins Mallorca-Traininslager sollte dann der Sonntag werden. Als Ziel wurde in der Gruppe der „Orient“ ausgemacht.
Vom Hotel ging es erst nach Sa Pobla und dann auf den Huelzeler-Highway Richtung Santa Maria. Bevor es steiler wurde machten wir unsere erste Cappuccino Pause in Bunyola auf dem Marktplatz bei herrlichem Sonnenschein. Mit Kuchen, Cola und Kaffee gestärkt ging es dann berghoch auf den Coll d´Honor wo jeder sein eigenes Tempo fuhr. Nach dem Gruppenbild ging es dann bergab in den „Orient“, wo bereits die Natur viel weiter war, als in Deutschland. Durch den Orient ging es auf der welligen Straße und anschließend zur 6km langen Abfahrt Richtung Alaró und dann Selva, wo wir unsere zweite Pause bei leckeren Karottenkuchen und Cappuccino einlegten. Dort beschloss die Gruppe nicht auf direktem Weg zum Hotel zu fahren, sondern über das schöne „Peter-Maffay-Tal“ und Pollenca. Am Abend durften sich alle nach der 120km Tour am Buffet ohne schlechten Gewissen für den nächsten Tag stärken.

 

 

Am Montag kam zu unserer Gruppe Ramona und Eva hinzu. Da es für den Tag wieder unbeständiges Wetter vorhergesagt war, entschied man sich für eine „flache“ Runde Richtung Felanitx. Der einzige Berg auf der Tour sollte Randa sein. Mit Regenbekleidung gerüstet, ging es trocken über Petra nach Felanitx, wobei wir auf halber Strecke, wegen einem kurzen Platzregen, uns unterstellen mussten. Die Straße wurde schnell wieder trocken und wir konnten bis zur ersten Pause in Llucmajor schon wieder die Sonne genießen. Nachdem Randa von der Südseite erklommen war, ging es direkt über Sineu und Muro wieder zurück ins Hotel. Nach 143km war es für Eva die längste Radfahrt bisher, die sie aber sehr gut überstanden hatte!

 

 

Sa Calobra – einer der schönsten Straßen Mallorcas und für viele Rennradfahrer ein beliebtes Ziel und genau das hatten wir auch vor. Die Tour war laut Karte mit 120km und ca. 2000hm ausgeschrieben. Für den ein oder anderen war die Tour mit 2000hm eine neue Herausforderung. Also ging es nach den Frühstück locker durchs Schilf Richtung Sa Pobla, wo wir den dritten Platten und ein Riss im Mandel feststellen mussten. Nach kurzen Stopp im Radladen in Sa Pobla, ging es mit neuem Mantel und Schlauch weiter. In Caimari ging es steil bergauf, der bekannten Ironman 70.3 Strecke entgegen, bis zur Tankstelle. Von dort über eine wellige 10km Strecke zur Abzweigung. Dort wurden die Wasser und Kohlehydrattanks an einer kleinen Hütte aufgefüllt, um für den Weg über den Coll dels Reis nach Sa Calobra und wieder zurück gewappnet zu sein. In Sa Calobra erkundete ein Teil der Gruppe die Küste und den Strand, der versteckt in einer Bucht lag und der nur durch einen kleinen Tunnelgang im Fels zu erreichen war. Die restliche Gruppe machten sich auf dem Weg zum Hotel da das Fußball Pokalspiel Bayern gegen Bayer anstand. Dabei führte der Weg wieder zurück den Coll dels Reis an Kloster Luc vorbei und über die wunderschöne Abfahrt nach Pollenca, wo die ein oder andere Ziege auf der Straße den Weg versperrte. Nachdem alle wieder am Hotel angekommen waren, konnte man das Pokal-Spiel und das Abendessen in vollen Zügen genießen.

 

 

Nach zwei langen Touren und zwei durchwachsenen Tagen mit Regen, war am Mittwoch der Ruhetag angesagt.
Einige gingen zur Fuß oder mit dem Bus zum Shoppen und Kaffeetrinken in die nächst gelegen Hafenstätte Port D´Alcudia oder Port D´Pollenca. Andere wiederum konnten es nicht lassen, den Pause Tag auf dem Rad zu verbringen. Ebenfalls mit Shoppen und Kaffeetrinken in den Hafenstätten.

 

 

Langsam ging es zum Ende des Trainingslagers und am Donnerstag hatte man San Salvador auf den Plan.
Die Tour ging über Artá nach Porto Christo, dort war dann die erste Pause bei Kaffee und Kuchen eingeplant. Nach der Stärkung ging es in den Süden, wo man den Berg und die Statue auf San Salvator schon von weiten sehen konnte. Der vier Kilometer lange Anstieg über die Serpentinen machen einigen trotz der Pause am Tag zu vor, zu schaffen. Oben angekommen wurde man mit einem wunderschönen Rundumblick belohnt. Nach ein paar Fotos ging es dann über Manacor durchs Orangental nach Petra, wo wir unsere zweite Pause einlegen wollten. Zuvor musste ein Sturz von Mario bei der Abfahrt von San Salvator versorgt und eine gerissene Kette von Eva Z. am Aufstieg aus dem Orangental behoben werden. Beim Sturz waren leichte Prellungen und Schürfwunden zu verarzten, was sich später zuhause in Deutschland als Radiusköpfchenfraktur herausstellte. Bei der gerissenen Kette war die Gruppe auf externe Hilfe angewiesen, da an diesem Tag keiner einen Kettennieter dabei hatte. Letztlich sind wir in Petra etwas später angekommen und wir konnten uns bei Kaffee, Cola und Tiramisu am Marktplatz für die Heimfahrt stärken.

 

 

Mit neuer Kette ging es für Eva mit dem Rest der Trainingsgruppe am vorletzten Tag nochmal in die Berge. Auf dem Plan stand für fast alle Bunyola, wo sich dann die Gruppe in den Orient oder Soller und Valldemossa aufteilten. Nach Bunyola ging es diesmal nicht wie zuvor über den Huelzeler Highway sondern parallel zur Schnellstraße. Eva, Eva Z. und Peter fuhren nach der Pause über den Orient zurück zum Hotel, die restliche Gruppe wählte den Rückweg über Sóller und Valldemossa. Der Weg zurück zum Hotel war für beiden Gruppen mit starkem Gegenwind aus dem Norden versehen. Deshalb machte die „Orient-Gruppe“ in Selva noch eine kleine Kaffee und Kuchenpause, während die anderen auf direktem Weg wieder zurück zum Hotel fuhren. Der vorletzte Tag war somit von allen der Längste mit 151km und wegen dem Gegenwind auch mit einer der anstrengendsten.

 

 

Am letzten Tag ging es an den nördlichsten Punkt der Insel, das Cap de Formentor. Die hügelige Strecke mit Tunneldurchfahrt ist neben Sa Calobra eine der Schönsten Straßen auf der Insel. An der Straße zum Leuchtturm gibt es viele schöne Stellen, wo man mit den Rad einfach einmal anhalten muss um den Ausblick zu genießen. Außerdem wurde dieses Jahr wieder am Platja de Formentor zur Kaffeepause eingekehrt, wo man direkt neben dem Strand seinen Kaffee trinken kann. Nach der letzten Radfahrt wurden die Leihräder wieder bei den Stationen abgegeben und mit dem Kofferpacken begonnen. Am nächsten Tag reiste ein Teil schon sehr früh ab, die restlichen durften die Sonne noch bis zum Nachmittag am Pool genießen. Anschließend ging es in den Flieger und wieder zurück nach Deutschland.

 

Nicht umsonst ist die Insel Mallorca so beliebt bei Rennradfahren. Super Straßen, leckeres Essen, wunderschöne Landschaft und überall Einkehrmöglichkeiten. Außerdem kommt jede Bergziege oder jeder Flachlandfahrer auf seine Kosten. Das Trainingslager war für alle ein schöner Einstieg in die Saison 2018.

 

 

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